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(alle Einrichtungen)
Die Zentrale der Diakonie Mecklenburg-Vorpommern sitzt in Schwerin, Körnerstr. 7.

Ansprechpartner für die Suchthilfe-MV finden Sie unter Kontakt.
 

Einrichtungskonzept

Das Haus "SAMARITAS" bietet dem alkohol- und /oder medikamentenabhängigen Menschen ein breit gefächertes sozialtherapeutisches Angebot zur Behandlung an. Wir arbeiten mit verschiedenen, sich ergänzende Therapiebausteinen. Inhalt und Angebot richten sich nach dem Leistungstyp im Landesrahmenvertrag und orientieren sich am konkreten Hilfebedarf des Betroffenen, der in einem Hilfeplan zusammengefasst wird.

Unser Betreuungsangebot

Unseren Auftrag verstehen wir in einer begleitenden, anregenden und reflektierenden Arbeit, mit dem Ziel der beruflichen und sozialen Reintegration.

Unser Betreuungsangebot umfasst: 

 

  • Einzel- und Gruppengespräche
  • Sozialarbeit
  • Arbeitstherapie innerhalb und außerhalb des Hauses
  • Sport- und Bewegungstherapie
  • Ergotherapie (z.B. Arbeiten mit Ton, Speckstein, Holz, Gips und Wolle)
  • Anleitung beim Umgang mit Computern
  • Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen und anderen Therapieeinrichtungen

 

Therapieangebot

Einzel- und Gruppengespräche

Gruppengespräche finden einmal wöchentlich statt. Sie sind in der Regel am momentanen Erleben und den aktuellen Erfahrungen der Klienten orientiert. Sie dienen der Aufarbeitung von Krisen und Konflikten im Einrichtungsalltag unter Berücksichtigung der psychosozialen Entwicklung und Persönlichkeitsstruktur des Einzelnen.
Die Einzelgespräche dienen dem Aufbau einer tragfähigen Beziehung zwischen dem Klienten und dem Therapeuten sowie dem Abbau von Hemmungen und Scham, spezielle Probleme in die Gruppe einzubringen.

Frauengruppe

Die Frauengruppe soll den Frauen die Möglichkeit geben, in angstfreier Atmosphäre - "unter sich" - frauenspezifische Themen zu bearbeiten. Sosind neben den genannten Schwerpunkten sexueller Missbrauch und Gewalterfahrungen der Frauenzusätzliche Themenbereiche. Die Frauengruppe findet bei Bedarf statt und wird von einer Bezugstherapeutin begleitet.

 

 

 

Sozialarbeit

Die gesunden Anteile des Suchtkranken ("Ressourcen") werden dabei gestützt und gestärkt. Die Sozialarbeit ist soziale Einzelfallhilfe in der Sozialplanung und Organisation bei der sozialen Wiedereingliederung. Soziale Arbeit versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe.
Die Sozialarbeiterin stellt für den Suchtkranken ein Bindeglied zwischen Einrichtung und dem Lebensumfeld dar. Gleichzeitig gibt die Sozialarbeit Hilfestellung bei sozialen Problemen, wie Überschuldung, Wohnungslosigkeit und sie ist Bindeglied zu den erforderlichen Ämtern.

Sport- und Bewegungstherapie

Die Sport- und Bewegungstherapie hat einen hohen Stellenwert innerhalb unseres Therapiekonzeptes. Sie ist ein Baustein für die ganzheitliche Entwicklungs- bzw. Persönlichkeitsförderung.

Arbeits- und Ergotherapie

Einen wesentlichen Schwerpunkt legen wir auf die Arbeitstherapie. In Zusammenarbeit mit dem Berufsförderungswerk, dem Stralsunder Tierpark, dem Öko-Dorf Krummenhagen und einem Sportverein bieten wir vielfältige Möglichkeiten der praktischen Tätigkeit und der Arbeitserprobung unter realitätsnahen Bedingungen.
Die Ergotherapie findet in gut ausgestatteten Werkstätten unter fachlicher und therapeutischer Anleitung statt. Hier finden sich viele Angebote, dass eigene Arbeitsvermögen und die Kreativität wieder neu zu entdecken und auszubauen.

Soziotherapie

Ein breites Lernfeld bietet hier der therapeutische Alltag mit einer lebensnahen Atmosphäre. Neu gewonnene Erfahrungen sollen hier umgesetzt und ausprobiert werden. Es werden die Selbstverwaltung und Selbstversorgung, die Planung und Organisation von ganz lebenspraktischen Dingen trainiert. Dazu gehören die Vor- und Zubereitung von Speisen, Reinigung aller Wohn-, Gemeinschafts- und Therapieräume, preisbewusstes Einkaufen etc..

Der Weg zu uns

Wer sich entschieden hat, sein Leben ohne Suchtmittel zu gestalten, kann in unserer Einrichtung aufgenommen werden. Informationen und Hilfe bei der Antragstellung können über Suchtberatungsstellen, Gesundheitsämter, Betreuungsvereine, Betreuer, Krankenhäuser, Fachkliniken und sonstige Soziale Dienste erfolgen.

Aufnahmekriterien

  • eigener Behandlungswille an einer längerfristigen Nachsorgebehandlung oder einer stützenden Vorsorgebehandlung
  • nachgewiesene Suchtmittelfreiheit
  • Kostenzusagedes zuständigen Leistungsträgers

Gegen eine Aufnahme sprechen

  • akute psychische Symptomatik
  • akute Suizidalität
  • schwere körperliche Erkrankungen

Antragstellung

Diese erfolgt über Suchtberatungsstellen, Gesundheitsämter, Betreuungsvereine, Betreuer, Krankenhäuser, Fachkliniken und sonstige Soziale Dienste. Die Behandlungsdauer wird vom jeweiligen Kostenträger festgelegt. Die Aufnahme erfolgt nur auf der Grundlage der Freiwilligkeit und nach einer abgeschlossenen Entgiftungsbehandlung. Weitere Aufnahmebedingungen sind: 

 

  • die Kostenzusage des zuständigen Sozialamtes
  • Sozial- und Befundbericht der vorbehandelnden Stelle
  • Anerkennung des Heimvertrages mit dazugehöriger Hausordnung

 

Aufnahmetermine können mit der Sozialarbeiterin unserer Einrichtung vereinbart werden. Die benötigten Telefonnummern finden Sie im Menüpunkt Kontakt. 

Aufnahme

Am ersten Tag findet die Aufnahme durch die Sozialarbeiterin und / oder die Bezugstherapeutin statt.  

 

Im Aufnahmegespräch werden der Heimvertrag und die Hausordnung besprochen und abgeschlossen. Der Klient erhält seinen individuellen Therapieplan. Ein Mitarbeiter führt ihn durch die Einrichtung und es erfolgt die Zuordnung in eine Wohn- und Gesprächsgruppe. 

Perspektiven

Mit der Möglichkeit einer Vor- und Nachsorgebehandlung beraten, betreuen und behandeln wir Menschen in ihrer Suchterkrankung. Wir bieten Behandlung und Betreuung für ein sinnerfülltes abstinentes Leben an.
Als weiterführende Hilfe bieten wir zur Stabilisierung der abstinenten Lebensweise die Vermittlung in betreute Wohnformen.

Zahlen & Fakten

Eröffnung: 1992, seit 1997 in Trägerschaft der ESM 

 

Träger: Evangelische Suchtrankenhilfe Mecklenburg-Vorpommern gGmbH, Körnerstr. 07, 19055 Schwerin 

 

Geschäftsführer: Peter Grosch 

 

Kapazität: 22 Plätze  

 

Leitung: Doris Wallow, Dipl.-Sozialarb. /-päd. (FH)(in Ausbildung), Ergotherapeutin 

 

Kostenträger: überörtlicher Sozialhilfeträger  

Evangelische Suchtkrankenhilfe Mecklenburg-Vorpommern gGmbH | Körnerstraße 7 | 19055 Schwerin | Tel. (0385) 5006-203